NORA SCHÜSSLER |
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Nora Schüssler

Ich habe ‚Ethik der Textkulturen‘ an der Universität Augsburg und Erlangen studiert und schrieb meine Promotion über ‚Theater und Kulturökologie‘. Danach ging es 2010 nach Berlin, wo ich Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch studierte. Seitdem arbeite ich als freie Regisseurin und Dramaturgin, inszenierte unter anderem in Augsburg, Ingolstadt und München. Mit meinen Theatertexten war ich eingeladen beim Festival „Neue Stücke aus Europa“ und beim Autorenfestival Essen. Seit 2015 forsche ich zum Thema Körperarbeit und erlerne die Talmi-Methode von Martin Gruber.

Und meine freie Zeit widme ich freudig dem DING AUSM SUMPF www.dasdas.org

Projekte

27. März 2017 - Werk X Wien // Freaks

Textfassung

Eine Band. Ein Schicksal. Fünf Narren. Luster: drogenfrei, durchgeknallt, singender Zyniker. Ember: 8-jährige wohlstandsverwahrloste Bassistin mit Gewaltfantasien. Opal: greise, sexhungrige Gitarristin. Aurora: Schönheit, Schlagzeugerin, freiwillige Rollstuhlfahrerin. Ray: emigrierter Iraker, Keyboarder, Suchender. Und alle anderen: Knarren, Drogen, Intoleranz, Dummheit und ein Blockbuster Shootout. Tarantino meets Voltaire. Hier rückt eine Band aus, mit keinem geringeren Ziel als für die Wachheit der Herzen und gegen die Herrschaft des dummen Vorurteils zu spielen.

Inszenierung und Bühne: Markus Kubesch

13. Januar 2017 - Kammerspiele München // Klein Zaches mein Zinnober

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Textfassung und Dramaturgie

In einer vermeintlich aufgeklärten Welt sorgt ein Zauber dafür, dass der Wechselbalg Zaches schön und talentiert erscheint. Er wird sich seiner Gabe bewusst und nutzt sie, um in der Gesellschaft einen Platz einzunehmen. Der 3. Jahrgang der Otto Falckenberg Schule spielt und forscht: Was ist das Wesen des Schauspiels? Welche Ausdrucksformen stehen der/dem SchauspielerIn zu Gebote? Welchen Beitrag kann die/der SchauspielerIn in unserer komplexen und disparaten Welt leisten?

MIT
László Branko Breiding, William Bartley Cooper, Vera Flück, Lea Johanna Geszti, Lina Habicht, Max Krause, Bekim Latifi, Cyril Manusch, Louis Nitsche, Anna Katharina Platen

TEXTFASSUNG
Wiebke Puls und Nora Schüssler

AUSSTATTUNG
Janine Dollmann, Valentina Pino Reyes

SOUNDDESIGN
Martin Straier-Krügermann

28. Juni 2016 – Offshore – das Prinzip Don Quichote – Pathos Transport Theater München

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TEXT UND REGIE

Das Prinzip Don Quixote ist allgegenwärtig. Es steht für den vergeblichen aber notwendigen Kampf gegen eine höhere Instanz. Für das vehemente Ablehnen einer Realität, jeglicher Logik zum Trotz. Für die Flucht in eine abenteuerliche Phantasiewelt. Cervantes hat die offensichtlich erfundenen Abenteuer seines tragikomischen Helden entworfen um auf satirische Weise Lüge und Trug aufzuzeigen, welche sich hinter den damals berüchtigten und als Wahrheit verkauften Ritter- und Heldengeschichten verbargen. Es geht daher um einen entlarvenden Vorgang, der nicht darin besteht mit dem Finger auf die Lügner zu zeigen, sondern ebensolche Geschichten wie sie zu erzählen, in denen jedoch die Lüge selbst zum Thema wird, also auffliegt.

Spätestens seit Jean Baudrillard wissen wir, was für eine heiße Ware die Realität nach wie vor ist, wie sich gerade in unserer Zeit die Ebenen von Realität und Simulation vermischen und alles Simulierte die Wirklichkeit sogar überholt — man denke nur an die Inszenierung in sozialen Netzwerken von ‚wahren‘ Geschichten und deren Vermarktung. 

Höchste Zeit um wie Cervantes vorzugehen, dem Prinzip Don Quixotes zu folgen. Wir wollen nicht die Geschichten über Don Quijote vortragen, sondern uns in seine Lage versetzen und aus seiner Perspektive die Gegenwart betrachten, Abenteuer erfinden und dabei den Moment der offensichtlichen Lüge nicht bewerten, aber gemeinsam genießen und entlarven. 

Drei Teams bestehend aus jeweils drei SchauspielerInnen und einem Regisseur / einer Regisseurin nähern sich dem Kosmos Don Quixotes auf völlig unterschiedliche Weise. Jedes Team sucht nach seinen Spuren in den gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Zusammenhängen und erfindet ein eigenes Stück. Alle drei Ergebnisse werden an einem Abend auf einer Bühne gezeigt. Ein Abend, dem das Scheitern inhärent ist, der das Scheitern zum Thema macht, aber dabei einen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten von Welt geben kann.

6. Mai 2016 – Prometheus – and it burns burns burns – LOST WEEKEND München

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TEXT UND DRAMATURGIE
REGIE: Markus Kubesch

Eine Theaterperformance mit freundlicher Unterstützung der Bayerischen Theaterakademie August Everding.
Es spielen: Moritz Borrmann, Philip Ceglarski, Lena Hilsdorf, Clara Liepsch

September 2015 - September 2016 – PHONE HOME

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DRAMATURGIE, WORKSHOPS und TEXT

 

PHONE HOME ist ein international vernetztes Theaterprojekt, das als Prototyp für eine neue Form der künstlerischen Zusammenarbeit und des kulturellen Austauschs entwickelt wird. Das Projekt vereint partizipative Theaterarbeit, neue Formen der grenzüberschreitenden Interaktion und innovative Formen der Publikumsbeteiligung. Basierend auf einem künstlerischen Workshop- und Rechercheprojekt in drei europäischen Städten entwickeln drei Theater in Großbritannien, Griechenland und Deutschland gemeinsam ein Theaterprojekt, das gleichzeitig auf den jeweiligen Bühnen gezeigt wird und durch Videokonferenzen miteinander verbunden ist. Die innovative Verwendung der Kommunikation per Internet auf der Bühne entspricht dem Thema des Projekts: Kommunikationsschwierigkeiten auf allen Ebenen im Bezug auf Flucht und Migration. Indem wir authentische Kommunikationssituationen auf die Bühne bringen, wollen wir die wichtigste Frage der internationalen Politik unserer Zeit greifbar machen: Wie begegnen wir der ständig wachsenden globalen Migration?

Die Organisationsform des Projekts ist eine Kooperation zwischen drei freien Theaterproduktionen, die von der griechischen Theaterproduktionsfirma Highway Productions, dem deutschen Theater Pathos München und dem Upstart Theatre in London getragen werden.

20. Dezember 2015 – Der Schweinehirt – Weihnachtsmärchen für Jung und Alt – LOST WEEKEND München

TEXT, REGIE UND DRAMATURGIE
Eine theatrale Installation von und mit Nora Schüssler und Markus Kubesch

Die Geschichte des kleinen Prinzen, der sein kleines Land verlässt, um die große Liebe zu finden.

21. November 2015 – Arabisch-Deutsche-Lesenacht mit Musik und Text aus beiden Welten – LOST WEEKEND München

TEXT UND KURATOR

Eigentlich wollte Wajiha Said, die in Syrien bekannte Schriftstellerin, gerne nach Portugal reisen, denn sie wurde dort als Autorin eingeladen. Aber in Deutschland musste sie vor drei Wochen ihren Pass abgeben, damit hat sie den Asylverfahrensprozess eingeleitet. Nun darf sie nicht mehr weg, bis der Antrag abgelehnt oder angenommen wurde. Sie schreibt ihren nächsten Roman: Eine Fluchtgeschichte.

Junge deutsche Autoren treten in Dialog mit Autoren aus Syrien. Daraus entsteht ein Abend voll von fremden und bekannten Klängen, voll von Sprache und Geschichten. Und das Bekannte kann vielleicht wieder entdeckt werden im Fremden.

30. Oktober 2015 – Eine Schnell - und Schmutzig-Performance – BIE BIE München

REGIE UND DRAMATURGIE
Eine Performance über das Theater im Schnell-und-Schmutzig-Format

Oktober 2015 – Lesung ‚Junge Literatur aus Europa'

ORGANISATION UND LEITUNG
in Augsburg im Brechthaus

Eine arabisch-deutsche Lesenacht mit Musik und Text aus beiden Welten

Eigentlich würde Wajia Said, die in Syrien bekannte Schriftstellerin, gerne nach Portugal, Frankreich und Algerien reisen, denn sie wurde dort als Autorin eingeladen. Aber in Deutschland musste sie vor drei Wochen ihren Pass abgegeben. Damit hat sie den Asylverfahrensprozess eingeleitet und nun darf sie nicht mehr weg, bis ihr Antrag abgelehnt oder angenommen wurde. Sie schreibt ihren nächsten Roman: eine Fluchtgeschichte.

Junge deutsche Autoren und Musiker treten in den Dialog mit Autoren und Musikern aus Syrien. Daraus entsteht ein Abend voll von fremden und bekannten Klängen, voll von Sprache und Geschichten und das Bekannte kann vielleicht wieder neu entdeckt werden im Fremden.

16. - 18. Oktober 2015 – Das Ding ausm Sumpf – Videodreh

PROJEKTLEITUNG UND REGIE

Videodreh für Das Ding ausm Sumpf zum Song „Restaurant“
mit Amadeus Böhm, Franz Brenninger, Doris Buchrucker, Uli Stöckle.

August 2015 Zaide – Eine Flucht

DRAMATURGIE UND TEXT
Mozarts Opernfragment ‚Zaide‘ erhielt aus der Feder von Nora Schüssler ein neues Libretto
Eine Oper mit geflüchteten Künstlern

MUSIKALISCHE LEITUNG Gabriel Venzago
REGIE Julia Huebner

 

Was hat Mozart mit geflüchteten Menschen zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Die Kunstform der Oper ist nicht gerade in Nigeria oder Syrien Zuhause. Doch genau das kann spannend sein:
Es geht dabei zentral um die Flucht aus dem eigenen Land und die damit verbundenen Schwierigkeiten und Konsequenzen: Was bedeutet es, die Familie, die Kultur, die Heimat zurücklassen zu müssen? Und was passiert Geflohenen, wenn sie in einem fremden Land angekommen sind? Wie reagiert die Gesellschaft auf den übermächtig erscheinenden Flüchtlingsstrom? Und welche Rolle spielt dabei eine der schönsten Arien der Geschichte, in der Zaide ihren schlaflosen Geliebten zur Ruhe bettet?

Opernsänger treffen auf eine arabische Band, Tänzer treffen auf eine afrikanische Choreografin und so wird die Mozartoper zur Brücke der Integration und schafft auf ganz andere Art als die täglichen Zeitungsartikel ein Bewusstsein für die Erfahrungen von Geflüchteten.

Herbst 2015 — Babylon!

REGIE & KONZEPT ein internationales, interkulturelles Musik- und Theaterprojekt mit dem Theaterkollektiv Yinzerspielen. Es werden Künstler aus Taiwan, Kroatien, Litauen, Kanada, Türkei und den USA mitwirken.

April 2015 — Ein Goethe-Schiller-Projekt

DRAMATURGIE & TEXTERFASSUNG mit Johannes Steck und Stefan Wilkening

REGIE Alexander May

Februar 2015 — ‚Schwarze Liste‘ Brechtfestival Augsburg

REGIE eine theatrale Installation über Exil-Schriftsteller durch die Jahrhunderte.

September 2014 — Das Ding ausm Sumpf — ein Musikprojekt

Eine theatrale Umsetzung eines Konzertabends
www.dasdas.org

November 2013 — Stadttheater Ingolstadt — Drei Einakter von Anton Tschechow

REGIE der Bär, der Heiratsantrag, über die Schädlichkeit des Tabaks

Februar 2013 — Maxim Gorki Theater — Schrödingers Katze haut ab

REGIE UND STÜCKENTWICKLUNG Einmalige Aufführung beim Osterfestival

Profil

Dramaturgie

„Es ist alles schon da. Ich brauche nichts zu erfinden. Ich brauche nichts zu suchen. Die Zukunft muss man kommen lassen. Wir müssen wieder spielen lernen.“ (Jonathan Meese)

 

Was macht ein Dramaturg eigentlich? Das werde ich immer wieder gefragt. Als Dramaturg darf ich ganz Geist bleiben. Ich darf philosophieren, recherchieren, analysieren, Fragen stellen, erweitern, erneuern, fokussieren. Kulturgeschichte, Philosophie, Texttheorie, Zeitgeschichte, Politik, Gesellschaft — hier darf ich mich austoben. Und mein Regisseur kann spielen, im Moment reagieren, probieren, ganz zum Körpermensch werden, denn — darauf kann er sich verlassen: ich habe den Überblick, den Blick von außen und das Konzept im Kopf. So ergänzen wir uns perfekt und bilden eine Einheit, die einen tieferen Einblick möglich macht. Bei Proben bleibe ich ganz Zuschauer, Theoretiker, Genießer und kann gleichzeitig Konzept und Spiel abgleichen. Ich mag das Zuarbeiten und Betrachten, das Hinterfragen und die Kommunikation mit meinen Regisseuren.

Regie

„Den Anderen verstehen, das heißt, sein Gefühl in uns zu erzeugen“ (Friedrich Nietzsche)

 

Der Zauber sich in Richard III oder Lady Macbeth zu verwandeln, beflügelt den Menschheitstraum, sich seine Identität frei wählen zu können, Schöpfer zu sein. Im Spiel kann der Mensch ganz seine Freiheit erleben. Man kennt das von Kindern, die spielerisch Welt entdecken, Verwandlungen vollziehen und Handlungsmuster erproben.

Der Schauspieler vollzieht an einem rituellen Ort zu einer festgelegten Uhrzeit diesen magischen Akt der Verwandlung. Dabei geht es um die konkrete Simulation einer Situation mit dem Wissen, dass die Erfahrung ohne Gefahr für Leib und Leben möglich ist. Berührend ist nicht der mechanische Vorgang des Verwandelns. Berührt werden wir, wenn wir zusehen dürfen, wie unvorhersehbare Momente entstehen und das Spiel auf der Bühne für beide, Zuschauer und Spieler existentiell wird. Peter Brook sagt, dass Theater Leben ist: genauso unkalkulierbar, genauso komplex, genauso absurd und doch wieder in sich stimmig.

Text

„Theater ist Schreiben im Sand“

 

Ich schreibe für das Theater. Texte, die lebendig werden erst durch den Darsteller.
Ich schreibe für den Leser. Texte, die ihre Bilder auf Papier entfalten.
Ich schreibe für mich. Die eigenen Gedanken zu schärfen, das Unsagbare in Worte zu fassen, die Komplexität der Welt zu begreifen. Das weiße Rauschen bleibt und wird im Moment des Lesens lauter und unbegreiflicher.

Labor

„Die Kunst ist, dem Üben den Zauber des Einmaligen zu geben“ (Martin Gruber)

 

Ein Mensch schaut einem anderen Menschen bei einer Handlung zu. Warum kann der eine Wirkung erzielen und der andere nicht? Welche körperlichen Voraussetzungen sind dafür nötig? Der Leib (Körper-Geist-Einheit) steht im Mittelpunkt meiner Forschung. Wann fasziniert uns ein Darsteller? Wann langweilt er?

Presse

  • Es zieht!
    Es zieht!

    Süddeutsche Zeitung, Februar 2015

  • Stimmungsvolles Festival
    Stimmungsvolles Festival

    Augsburger Allgemeine, Februar 2015

  • Mittendrin im Verhör
    Mittendrin im Verhör

    Augsburger Allgemeine, Februar 2015

  • Auf Liebesgurren folgt Apathie
    Auf Liebesgurren folgt Apathie

    Augsburger Allgemeine, November 2010

  • Lust statt Moral
    Lust statt Moral

    Augsburger Allgemeine, Februar 2012

  • Dreimal Theater zum Thema Flucht
    Dreimal Theater zum Thema Flucht

    Die Augsburger Zeitung, August 2015

  • Absurdes zwischen Mann und Frau
    Absurdes zwischen Mann und Frau

    Augsburger Allgemeine, Dezember 2013

  • Zwei Mal Märchen modern – federleicht und wuchtig schwer
    Zwei Mal Märchen modern – federleicht und wuchtig schwer

    Augsburger Allgemeine, Juni 2009

  • Südwest Presse, August 2015
    Südwest Presse, August 2015

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